Die Nachlese zur karnevalistischen Saisoneröffnung

Auch 2017 startete die Eröffnung der Karnevalssaison mit einem kleinem Festumzug. Punkt halb 11 setzte sich von der Grundschule Mittelherwigsdorf aus ein buntes Trüppchen aller Altersgruppen mit dem Herschdurfer Karnevalsverein in Bewegung. Erstes Ziel war das Gemeindeamt, wo für die jüngsten Teilnehmer vom Bürgermeisterbalkon aus ein großer Bonbonregen einsetzte.

Mit dem Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung im Schlepptau kam die illustre Runde schließlich beim Vereinshaus an. Hier wurden die kleinen Gäste mit Pfannkuchen bewirtet, die Großen wurden durften wahlweise zum Kaffee oder zum Glühwein greifen, bevor sie im Saal des Vereinshauses Platz nahmen. Mit leichter Verspätung begann dann im Vereinshaus die übliche Zeremonie, bei der die Gemeindekasse und der Amtsschlüssel die Besitzer wechseln.

Die Übergabe war – mittlerweile in Tradition – mit einer Aufgabe für den Karnevalsverein verknüpft, die wörtlich lautete: „Die Gemeindeverwaltung erfüllt ihren Teil der Wette, wenn es dem HKV gelingt, bis zum Nikolaustag 2017 der Weltkugel auf dem Schulhof der Grundschule Mittelherwigsdorf eine Narrenkappe aufzusetzen. Die Kappe muss standfest und mit so vielen Lichtern bestückt sein, dass es dem 39. Teil des Gesamtgewichtes des Elferrats entspricht.“

Um die erste Unbekannte in dieser Gleichung, d.h. das Gesamtgewicht des Elferrates zu ermitteln, schritt die Gemeindeverwaltung sofort zur Tat. Eine alte Dezimalwaage war schon vor Ort und kam sofort zum Einsatz. Letztlich kam der Elferrat auf ein spektakuläres Gesamtgewicht von 951,6 kg. Leider wurde dieses Ergebnis ziemlich verfälscht, da die Mitglieder in voll dekorierter, mit Orden und Ehrenketten bepackter Uniform auf die Waage steigen mussten (so behauptete zumindest der Elferrat selbst). Nach großzügiger Aufrundung des 39. Teils dieses Gewichtes muss die Narrenkappe nun 25 Lichter tragen.

In Abhängigkeit davon, ob diese Nuss vom HKV bis zum 6. Dezember geknackt werden wird, muss auch die Gemeindeverwaltung einer Aufgabe nachkommen: Sie soll für das bevorstehende 40jährige Jubiläum des HKV eine Spendenbox mit den Maßen 0,555 m x 1,11 m x 0,555 m bauen, die später auf allen Festivitäten der Gemeinde aufgestellt werden soll. Sollte alles reibungslos klappen, kann die Box am Faschingsdienstag 2018 überreicht und vom HKV und seinen Gästen in Augenschein genommen werden.

Wir wissen nicht genau, ob Zauber-Willi, seines Zeichens Zauberer und Mentalist, vorab schon seine Hände im Spiel hatte. Jedenfalls kam es im Verlauf des ersten Faschingsprogramms der Saison dazu, dass der Bürgermeister Markus Hallmann spontan miteinbezogen wurde und ein paar wirklich verblüffende Zaubertricks über sich ergehen lassen musste. Für Begeisterung sorgte Zauber-Willi aber auch nach dem Programm: Er zog im Laufe des Nachmittags von Tisch zu Tisch und bot den Gästen die Gelegenheit, verblüffende Tricks und Illusionen hautnah zu erleben. Nach der Veranstaltung bekannte er sich übrigens als absoluter Faschingsmuffel, den jedoch das büttenredefreie einfallsreiche Programm des HKV, bei dem auch mal spontan improvisiert wird und das Publikum mitmischen darf, sehr begeistert hat.

Wir bedanken uns bei allen, insbesondere bei der Grundschule, der Feuerwehr, dem Bürgermeister nebst der Gemeindeverwaltung, dem Zauber-Willi, den großen und kleinen Gästen und Helfern. Es war uns wie immer ein großes Fest und wir hoffen, ab Februar 2018 viele Gäste im Vereinshaus begrüßen zu dürfen, wenn es heißt: „Saus und Braus im Krankenhaus“!

P.S.: Fotos zur Veranstaltung gibt es hier in unserer Fotokiste. Auch die Sächsische Zeitung berichtete schon.

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